Acker-Schachtelhalm

Equisetum arvense

Pferd

Schwer

Jede vermutete Aufnahme ist ein tierärztlicher Notfall. Chronische Vergiftung: Aufnahme von Heu, das 20 % Schachtelhalm enthält, über 2 bis 4 Wochen.

Der gesamte oberirdische Teil (Stängel)giftige Teile
Sofort anrufenVorgehen
Jagiftig im Heu

Equio informiert, stellt keine Diagnose. Rufen Sie im Zweifel Ihren Tierarzt.

Was jetzt zu tun ist

Gegenmittel
Vitamin B1 (Thiamin) tierärztlich verabreicht.
Zeit bis zu Anzeichen
Mehrere Tage bis mehrere Wochen kontinuierlicher Aufnahme
Prognose
Gute Prognose, wenn die Vitamin-B1-Behandlung frühzeitig eingeleitet wird. Tödlich, wenn das Stadium des Komas oder der Erschöpfung erreicht ist.
  1. Die Fütterung mit kontaminiertem Heu sofort einstellen.
  2. Umgehend einen Tierarzt kontaktieren.
  3. Informationen über die aufgenommene Menge und die Dauer der Exposition bereithalten.

Ihr Steckbrief

Höhe
0.1 m – 0.6 m
Blütezeit
Die Sporangien entwickeln sich an separaten, fruchtbaren Stängeln im zeitigen Frühjahr (März-April), bevor die sterilen, vegetativen Stängel erscheinen.
Giftige Teile
Der gesamte oberirdische Teil (Stängel).
Giftstoff
Enzym (Thiaminase), Alkaloide (Equisetin, Palustrin)
Standort
Feuchte Wiesen, verdichtete Böden, Flussufer, Böschungen, Gräben.
Bodenzeiger
Lehmige, feuchte, schlecht drainierte, verdichtete Böden.
Regionen
Ganz Europa
Im Heu
Ja — bleibt getrocknet giftig
Schmackhaftigkeit
Auf der Weide wird sie gemieden, da sie rau und hart ist (Silizium). Sehr oft wird sie dem Pferd unbemerkt im Heu verfüttert.

Wann das Risiko steigt

JFMAMJJASOND

Ganzjährig (über kontaminiertes Winterheu).

Auf der Weide erkennen

Nicht verwechseln mit

Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre, noch giftiger!). — geruch : schwacher, beim zerreiben leicht stechender geruch.

  • Pflanze ohne echte Blätter oder Blüten.
  • Grüne, gegliederte, gerillte und raue Stängel.
  • Aussehen eines kleinen, fadenförmigen Tannenbaums.
  • Knirschen unter den Fingern aufgrund der Kieselsäure.

Worauf Sie achten

Chronische (kumulative) Toxizität

Dosis : Etwa 1 bis 2 % des Körpergewichts des Pferdes an frischer Pflanze über einen längeren Zeitraum (mehrere Wochen). Für ein Pferd von 500 kg entspricht dies 5 bis 10 kg frischer Pflanze pro Tag.

  • Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen und Berührungen
  • Koordinationsverlust der Hinterhand
  • Starke Abmagerung
  • Schneller und schwacher Puls
  • Liegendes Pferd mit Tretbewegungen

Wer betroffen ist

Andere Tierarten : Rinder und Schafe sind wesentlich unempfindlicher als das Pferd.

Bei tragenden Stuten : fötale Schwäche aufgrund mütterlichen Mangels.

PferdEselPonyRinder (weniger empfindlich)Schafe (weniger empfindlich)
Acker-Schachtelhalm : Pferdepflege und -management mit Equio-App dokumentiert. Documentation équine avec Equio, l'application d'aide à la décision pour les chevaux.

Sie loswerden

Methode : Die Pflanze manuell entfernen, bevor sich Sporen bilden, dabei Handschuhe tragen, da sie rau ist. Die Bodendrainage ist essenziell, um ihr erneutes Wachstum zu begrenzen.

  • Das Heu vor dem Verfüttern sorgfältig prüfen.
  • Den Schachtelhalm auf Weiden identifizieren und ausrotten.
  • Vermeiden Sie es, Heu von befallenen Flächen zu ernten.

Häufig gestellte Fragen

Kann Equio Acker-Schachtelhalm anhand eines Fotos identifizieren?

Es kann helfen, visuelle Hinweise zu ordnen, aber die Identifizierung einer Pflanze sollte mit Vorsicht erfolgen, wenn die Gesundheit des Pferdes auf dem Spiel steht.

Ist Acker-Schachtelhalm im Heu gefährlich?

Dieses Merkblatt weist auf Vorsicht beim Heu hin. Isolieren Sie verdächtiges Futter und holen Sie professionellen Rat ein, falls eine Exposition möglich ist.

Tierärztliche Priorität

Diese Seite dient der Information. Bei wahrscheinlicher Aufnahme, auftretenden Anzeichen oder wenn das Pferd empfindlich ist, kontaktieren Sie sofort einen Tierarzt.

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