Safran-Rebendolde
Oenanthe crocata
Pferd
Kritisch
Jede vermutete Aufnahme ist ein tierärztlicher Notfall. Eine einzige Wurzel (in der Größe einer kleinen Karotte) reicht aus, um ein Pferd zu töten.
Equio informiert, stellt keine Diagnose. Rufen Sie im Zweifel Ihren Tierarzt.
Was jetzt zu tun ist
- Gegenmittel
- Kein spezifisches Antidot. Intensive symptomatische Behandlung: Antikonvulsiva, Atem- und Herzunterstützung.
- Zeit bis zu Anzeichen
- 15 Minuten bis zu mehreren Stunden
- Prognose
- Aussichtslos. Der Tod tritt in den meisten Fällen durch Atemstillstand und Herzversagen während eines Anfalls ein.
- Absoluter Notfall mit Lebensgefahr.
- Verabreichung starker Antikonvulsiva (Diazepam, Barbiturate) durch den Tierarzt, um die Krämpfe zu stoppen.
- Magenspülung, wenn das Tier stabilisiert ist.
Ihr Steckbrief
- Höhe
- 30 cm – 1.5 m
- Blütezeit
- Juni bis August
- Giftige Teile
- Die ganze Pflanze, aber die Wurzel (Knolle in Form einer kleinen Dahlie/Karotte) ist eine wahre Giftbombe.
- Giftstoff
- Polyacetylenalkohole (Oenanthotoxin)
- Standort
- Flussufer, Bachläufe, überflutete Gräben, sumpfige Wiesen.
- Bodenzeiger
- Überschwemmte, schlammige Böden, Süßwasserufer.
- Regionen
- Westeuropa, Atlantischer Raum, Vereinigtes Königreich, Frankreich (Bretagne/Westen)
- Im Heu
- Ja — bleibt getrocknet giftig
- Schmackhaftigkeit
- Das ist das Dramatische: Die Wurzel hat einen süßen, milden Geschmack (ähnlich Karotte/Pastinake). Das Pferd gräbt sie leicht im Schlamm aus oder frisst sie, wenn sie beim Ausbaggern eines Grabens herausgerissen wird.
Wann das Risiko steigt
Winter und Frühling (wenn die Wurzeln fleischig und der Boden locker ist).
Auf der Weide erkennen
Wilder Sellerie, Wilde Karotte, Bärenklau, Wasserschierling (ebenfalls tödlich). — geruch : charakteristischer geruch nach sellerie oder petersilie, besonders beim zerreiben.
- Wasser-/Uferpflanze (Doldenblütler).
- Stark zerteilte Blätter, die Sellerie ähneln.
- Weiße Blüten in Dolden.
- Gebrochene Wurzeln sondern einen gelblichen Saft ab, der an der Luft safrangelb wird.
- Geruch nach Petersilie/Sellerie.
Worauf Sie achten
Akute Toxizität.
Dosis : Eine einzige Wurzel (Größe einer kleinen Karotte) kann für ein Pferd tödlich sein.
- Extrem heftige Krämpfe (epileptiforme Anfälle)
- Hypersalivation (starker Speichelfluss, Schaumbildung)
- Pupillenerweiterung und starrer Blick
- Extrem verkrampfte Kiefer (Trismus)
- Erstickung und Tod innerhalb weniger Stunden, manchmal auch schneller
Wer betroffen ist
Andere Tierarten : Tödlich für den Menschen (oft tödlich bei Wildsammlern), Rinder, Schafe, Hunde.
Bei tragenden Stuten : tod der Stute.
Sie loswerden
Methode : Die gesamte Pflanze, einschließlich der Wurzeln, vor der Blüte entfernen. Wasserdichte Handschuhe tragen. Die entfernten Pflanzen durch Verbrennen oder tiefes Vergraben vernichten.
- Pflanze von Weiden und aus der Umgebung von Wasserstellen identifizieren und entfernen.
- Pferden den Zugang zu Ufern und Gräben verwehren, wo die Pflanze vorkommt.
- Ausgerissene Wurzeln nach Grabenräumung nicht an den Ufern liegen lassen.
- Sauberes und sicheres Trinkwasser bereitstellen.
Häufig gestellte Fragen
Kann Equio Safran-Rebendolde anhand eines Fotos identifizieren?
Es kann helfen, visuelle Hinweise zu ordnen, aber die Identifizierung einer Pflanze sollte mit Vorsicht erfolgen, wenn die Gesundheit des Pferdes auf dem Spiel steht.
Ist Safran-Rebendolde im Heu gefährlich?
Dieses Merkblatt weist auf Vorsicht beim Heu hin. Isolieren Sie verdächtiges Futter und holen Sie professionellen Rat ein, falls eine Exposition möglich ist.
Diese Seite dient der Information. Bei wahrscheinlicher Aufnahme, auftretenden Anzeichen oder wenn das Pferd empfindlich ist, kontaktieren Sie sofort einen Tierarzt.
