Echtes Seifenkraut
Saponaria officinalis
Pferd
Mäßig
Rufen Sie innerhalb von vier Stunden den Tierarzt, auch ohne Symptome. Eine über mehrere Tage anhaltende mittlere bis hohe Aufnahme oder massive Aufnahme der Rhizome (Wurzeln).
Equio informiert, stellt keine Diagnose. Rufen Sie im Zweifel Ihren Tierarzt.
Was jetzt zu tun ist
- Gegenmittel
- Kein spezifisches Gegenmittel. Symptomatische und unterstützende Behandlung: Aktivkohle, Infusion, Überwachung der Nierenfunktion.
- Zeit bis zu Anzeichen
- Wenige Stunden bis 24 Stunden
- Prognose
- Im Allgemeinen gut, wenn die Nieren durch die Hämolyse (Zerstörung der roten Blutkörperchen) nicht zu stark geschädigt sind, erfordert aber eine Behandlung.
- Tierarzt konsultieren.
- Beurteilung der Anämie durch Blutentnahme.
- Verabreichung von Aktivkohle zur Bindung von Toxinen.
- Rehydrierung mittels Infusion.
Ihr Steckbrief
- Höhe
- 30 cm – 1.2 m
- Blütezeit
- Juni bis September
- Giftige Teile
- Die gesamte Pflanze, mit einem absoluten Toxizitätsmaximum in der unterirdischen Wurzel (Rhizom) und während der Blütezeit.
- Giftstoff
- Saponine (Saponoside, Saporubinsäure)
- Standort
- Flussufer, feuchte Gräben, Schuttplätze, Gartenränder, Waldränder.
- Bodenzeiger
- Sandige, frische bis feuchte Böden, oft in der Nähe von Wasserläufen.
- Regionen
- Ganz Europa
- Im Heu
- Ja — bleibt getrocknet giftig
- Schmackhaftigkeit
- Gering (herber Geschmack). Gefährlich, wenn gemäht und in feuchtes Wiesenheu gemischt oder auf einer sehr grasarmen Weide abgeweidet.
Wann das Risiko steigt
Juni bis September.
Auf der Weide erkennen
Leimkraut (weniger toxisch), Rispige Flammenblume (im Garten). — geruch : leichter, herber geruch beim zerreiben, aber der hauptindikator ist der schaum.
- Aufrechter, robuster Stängel.
- Ovale, spitze Blätter mit 3 bis 5 deutlich ausgeprägten Nerven.
- Blüten mit 5 Blütenblättern, oft hellrosa bis weißlich, in Büscheln an der Spitze gruppiert.
- Die Wurzel oder die zerdrückten Blätter schäumen im Wasser stark.
Worauf Sie achten
Akute und chronische (kumulative) Toxizität durch wiederholte Aufnahme.
Dosis : Schwer genau zu quantifizieren, hängt von der Saponinkonzentration und dem aufgenommenen Pflanzenteil ab. Eine signifikante Aufnahme von Rhizomen oder ein längerer Verzehr von Blättern/Stängeln ist gefährlich.
- Extrem reichlicher, schaumiger Speichel (‚Seifen‘-Effekt)
- Starker, reizender Durchfall
- Intensive spastische Koliken
- Blasse oder gelbliche Schleimhäute (Zerstörung der roten Blutkörperchen)
- Apathie und Zittern
Wer betroffen ist
Andere Tierarten : Toxisch für Fische (historisch zur Vergiftung in Flüssen verwendet) und Wiederkäuer.
Bei tragenden Stuten : tödlich für den Fötus durch Sauerstoffmangel (Anämie der Mutter).
Sie loswerden
Methode : Vollständiges manuelles Entfernen (einschließlich der Wurzel) vor der Blüte. Vernichtung der Pflanzenreste durch Verbrennen oder Hochtemperaturkompostierung. Mähen vermeiden, da dies die Pflanze verbreiten und mit dem Futter vermischen kann.
- Die Pflanze identifizieren und entfernen, bevor sie Samen bildet, insbesondere auf Weiden.
- Vermeiden Sie, hungrige Pferde in potenziell befallenen Gebieten weiden zu lassen, besonders wenn das Gras spärlich ist.
- Feuchte Weiden und Uferbereiche von Gewässern sorgfältig überwachen, um das Vorhandensein von Echtem Seifenkraut zu erkennen.
Häufig gestellte Fragen
Kann Equio Echtes Seifenkraut anhand eines Fotos identifizieren?
Es kann helfen, visuelle Hinweise zu ordnen, aber die Identifizierung einer Pflanze sollte mit Vorsicht erfolgen, wenn die Gesundheit des Pferdes auf dem Spiel steht.
Ist Echtes Seifenkraut im Heu gefährlich?
Dieses Merkblatt weist auf Vorsicht beim Heu hin. Isolieren Sie verdächtiges Futter und holen Sie professionellen Rat ein, falls eine Exposition möglich ist.
Diese Seite dient der Information. Bei wahrscheinlicher Aufnahme, auftretenden Anzeichen oder wenn das Pferd empfindlich ist, kontaktieren Sie sofort einen Tierarzt.
