Schwarzes Bilsenkraut
Hyoscyamus niger
Pferd
Kritisch
Jede vermutete Aufnahme ist ein tierärztlicher Notfall. Einige Dutzend Gramm der Pflanze (entspricht 15 bis 30 Samen).
Equio informiert, stellt keine Diagnose. Rufen Sie im Zweifel Ihren Tierarzt.
Was jetzt zu tun ist
- Gegenmittel
- Kein spezifisches Antidot. Symptomatische und unterstützende Behandlung: Physostigmin (falls vom Tierarzt indiziert), Sedierung, Flüssigkeitstherapie, Krampfmanagement.
- Zeit bis zu Anzeichen
- 15 Minuten bis 2 Stunden
- Prognose
- Sehr schlecht ohne sofortige tierärztliche Versorgung.
- Lebensbedrohlicher tierärztlicher Notfall.
- Absolute Ruhe bewahren.
- Parasympathomimetika verabreichen, falls vom Tierarzt indiziert.
- Eine Magenspülung durchführen, falls möglich und sicher.
Ihr Steckbrief
- Höhe
- 30 cm – 1.2 m
- Blütezeit
- Juni bis September.
- Giftige Teile
- Die ganze Pflanze (besonders Wurzeln und Samen).
- Giftstoff
- Tropanalkaloide (Hyoscyamin, Scopolamin)
- Standort
- Ödland, Ruinen, Wegränder, Sandgebiete, Schutt (oft in der Nähe alter Siedlungen).
- Bodenzeiger
- Trockene, sandige, kalk- und stickstoffreiche Böden (Schutt).
- Regionen
- Ganz Europa
- Im Heu
- Ja — bleibt getrocknet giftig
- Schmackhaftigkeit
- Starker und sehr unangenehmer Geruch (Ratten-/Mäusegeruch), daher selten frisch gefressen. Gefahr im Heu.
Wann das Risiko steigt
Juni bis September.
Auf der Weide erkennen
Datura (aber die Blüte des Bilsenkrauts ist kein großer weißer Trichter und schwarz geädert). — geruch : starker, unangenehmer und stechender geruch, oft als ratten- oder mäusegeruch beschrieben, besonders wenn die pflanze zerrieben wird.
- Behaarte, klebrige und übelriechende Pflanze.
- Gezähnte und weiche Blätter.
- Asymmetrische Blüten, hellgelb/beige mit einem Netz aus violetten/schwarzen Adern.
- Früchte entlang des Stängels angeordnet, die kleinen, mit Spitzen gekrönten Glöckchen ähneln.
Worauf Sie achten
Akute Toxizität.
Dosis : Für Pferde schwer genau zu quantifizieren aufgrund der Variabilität des Alkaloidgehalts und der Schmackhaftigkeit. Einige Dutzend Gramm frischer Pflanze oder eine signifikante Menge kontaminierten Heus können gefährlich sein.
- Vollständige Austrocknung der Schleimhäute
- Pupillenerweiterung und vorübergehende Blindheit
- Hartnäckige Verstopfung (Stillstand der Darmpassage)
- Unruhe, Delirium (das Pferd ist grundlos unruhig, scharrt panisch mit den Hufen)
- Muskellähmung, gefolgt von Atemstillstand
Wer betroffen ist
Andere Tierarten : Tödlich für Menschen (sehr giftig), Hunde, Schweine (obwohl diese etwas toleranter sind, daher der Name 'Jusquiame', der 'Schweinebohne' bedeutet).
Bei tragenden Stuten : tödlich für Mutter und Fötus.
Sie loswerden
Methode : Die gesamte Pflanze, einschließlich der Wurzeln, vor der Blüte und Samenbildung entfernen. Wasserdichte Handschuhe tragen. Die entfernten Pflanzen durch Verbrennen oder tiefes Vergraben vernichten, um eine Verbreitung zu verhindern.
- Weiden und umliegende Bereiche inspizieren, um das Vorkommen von Schwarzem Bilsenkraut festzustellen.
- Pferde nicht in bekannten befallenen oder gefährdeten Gebieten (Ruinen, Schutt) weiden lassen.
- Eine qualitativ hochwertige und ausreichende Fütterung sicherstellen, um das Risiko zu verringern, dass Pferde aus Neugier oder Mangel giftige Pflanzen fressen.
- Die Pflanze identifizieren und vor der Samenbildung entfernen, dabei Handschuhe tragen.
Häufig gestellte Fragen
Kann Equio Schwarzes Bilsenkraut anhand eines Fotos identifizieren?
Es kann helfen, visuelle Hinweise zu ordnen, aber die Identifizierung einer Pflanze sollte mit Vorsicht erfolgen, wenn die Gesundheit des Pferdes auf dem Spiel steht.
Ist Schwarzes Bilsenkraut im Heu gefährlich?
Dieses Merkblatt weist auf Vorsicht beim Heu hin. Isolieren Sie verdächtiges Futter und holen Sie professionellen Rat ein, falls eine Exposition möglich ist.
Diese Seite dient der Information. Bei wahrscheinlicher Aufnahme, auftretenden Anzeichen oder wenn das Pferd empfindlich ist, kontaktieren Sie sofort einen Tierarzt.
