Gottesgnadenkraut (Arme-Leute-Kraut)
Gratiola officinalis
Pferd
Schwer
Jede vermutete Aufnahme ist ein tierärztlicher Notfall. Eine geringe Menge (einige Handvoll der Pflanze) reicht aus, um eine schwere Vergiftung auszulösen.
Equio informiert, stellt keine Diagnose. Rufen Sie im Zweifel Ihren Tierarzt.
Was jetzt zu tun ist
- Gegenmittel
- Kein spezifisches Antidot. Intensive unterstützende Behandlung (Infusionen, Symptommanagement).
- Zeit bis zu Anzeichen
- Wenige Stunden bis 24 Stunden.
- Prognose
- Sehr dunkel, wenn die Nieren blockiert sind. Der Tod tritt durch Urämie oder Herzstillstand ein.
- Sofort Tierarzt rufen.
- Massive Infusionen zur Unterstützung der Nieren.
- Behandlung von Durchfall und Dehydrierung.
- Symptomatische Behandlung von Koliken.
Ihr Steckbrief
- Höhe
- 20 cm – 40 cm
- Blütezeit
- Mai bis August.
- Giftige Teile
- Die gesamte Pflanze (frisch und getrocknet).
- Giftstoff
- Cucurbitacine (Elaterin) und herzwirksame Glykoside (Gratiolin)
- Standort
- Überschwemmungswiesen, Teichränder, Moore, Schlammflächen.
- Bodenzeiger
- Im Winter überschwemmte, im Sommer austrocknende, lehmige und saure Böden.
- Regionen
- Mittel- und Südeuropa, Frankreich (Überschwemmungsgebiete)
- Im Heu
- Ja — bleibt getrocknet giftig
- Schmackhaftigkeit
- Sehr bitter und abstoßend. Hauptgefahr bei versehentlicher Aufnahme beim Trinken aus Wildgewässern oder wenn sie in Heu von Sumpfwiesen versteckt ist.
Wann das Risiko steigt
Mai bis August (Blütezeit).
Auf der Weide erkennen
Helmkraut, Wasserminze. — geruch : leicht scharf beim zerreiben, aber der geruch ist kein zuverlässiger indikator für gefahr.
- Kleine Pflanze (20-40 cm).
- Hohler Stängel, oft rötlich.
- Gegenständige, längliche, leicht gezähnte Blätter, die den Stängel an der Basis umfassen.
- Einzelne, röhrenförmige Blüten, weiß mit einem Hauch von Rosa oder Hellgelb, die in den Blattachseln entspringen.
Worauf Sie achten
Akute Toxizität.
Dosis : Einige hundert Gramm frischer oder getrockneter Pflanze für ein Pferd.
- Blitzkoliken
- Profuser blutiger Durchfall
- Vollständiger Stopp der Harnproduktion (Anurie, Nierenversagen)
- Schwere Sehstörungen
- Krämpfe und Kollaps
Wer betroffen ist
Andere Tierarten : Hochgiftig für Rinder und Pferde (die am empfindlichsten reagieren). Tödlich für den Menschen.
Bei tragenden Stuten : extrem stark abtreibend.
Sie loswerden
Methode : Pflanze vor der Blüte mit Handschuhen ausreißen. Durch Verbrennen oder tiefes Vergraben vernichten. Ausbreitung verhindern.
- Feuchtgebiete, in denen diese Pflanze wächst, identifizieren und einzäunen.
- Kein Heu von potenziell kontaminierten Wiesen ernten.
- Pferde, die in der Nähe von Feuchtgebieten weiden, sorgfältig überwachen.
- Besitzer über die Risiken dieser Pflanze aufklären.
Häufig gestellte Fragen
Kann Equio Gottesgnadenkraut (Arme-Leute-Kraut) anhand eines Fotos identifizieren?
Es kann helfen, visuelle Hinweise zu ordnen, aber die Identifizierung einer Pflanze sollte mit Vorsicht erfolgen, wenn die Gesundheit des Pferdes auf dem Spiel steht.
Ist Gottesgnadenkraut (Arme-Leute-Kraut) im Heu gefährlich?
Dieses Merkblatt weist auf Vorsicht beim Heu hin. Isolieren Sie verdächtiges Futter und holen Sie professionellen Rat ein, falls eine Exposition möglich ist.
Diese Seite dient der Information. Bei wahrscheinlicher Aufnahme, auftretenden Anzeichen oder wenn das Pferd empfindlich ist, kontaktieren Sie sofort einen Tierarzt.
