Adlerfarn

Pteridium aquilinum

Pferd

Schwer

Jede vermutete Aufnahme ist ein tierärztlicher Notfall. Chronische Vergiftung: Hoher Verzehr über 1 bis 2 Monate (oft bei starkem Grasmangel auf der Weide).

Die gesamte Pflanze (einschließlich der Rhizome)giftige Teile
Sofort anrufenVorgehen
Jagiftig im Heu

Equio informiert, stellt keine Diagnose. Rufen Sie im Zweifel Ihren Tierarzt.

Was jetzt zu tun ist

Gegenmittel
Vitamin B1 (Thiamin) intravenös oder intramuskulär. Unterstützende Behandlung.
Zeit bis zu Anzeichen
Mehrere Wochen bis mehrere Monate chronischer Exposition
Prognose
Gut, wenn der B1-Mangel schnell ausgeglichen wird. Tödlich bei unbehandelter, fortgeschrittener Lähmung.
  1. Dringender Tierarztruf.
  2. Massive Injektionen von Vitamin B1 intravenös oder intramuskulär.
  3. Behandlung über mehrere Tage.
  4. Engmaschige Überwachung neurologischer Symptome.

Ihr Steckbrief

Höhe
30 cm – 2 m
Blütezeit
Juni bis September (sporadisch, die Vermehrung erfolgt hauptsächlich über Sporen und Rhizome).
Giftige Teile
Die gesamte Pflanze (einschließlich der Rhizome).
Giftstoff
Enzym (Thiaminase I) und Ptaquilosid (krebserregend).
Standort
Lichtungen, lichte Wälder, Waldränder, Heidelandschaften, saure und nährstoffarme Böden.
Bodenzeiger
Saure, nährstoffarme, sandige Böden, oft auf gerodeten Flächen.
Regionen
Kosmopolitisch, ganz Europa
Im Heu
Ja — bleibt getrocknet giftig
Schmackhaftigkeit
Normalerweise gemieden, wird bei starker Trockenheit oder im Heu gefressen.

Wann das Risiko steigt

JFMAMJJASOND

Spätsommer und Herbst (bei Grasmangel durch Trockenheit), ganzjährig im Heu.

Auf der Weide erkennen

Nicht verwechseln mit

Wurmfarn (der eher in isolierten Büscheln wächst, ebenfalls giftig). — geruch : scharfer und charakteristischer geruch, wenn sie zerrieben oder geschnitten wird.

  • Großer Farn (bis zu 2m).
  • Sehr große, dreieckige und gefiederte Wedel.
  • Wächst oft in großen, dichten Kolonien.
  • Charakteristisches, federartiges Aussehen.

Worauf Sie achten

Vorherrschend ist eine chronische (kumulative) Toxizität, aber akute Fälle sind bei massiver Aufnahme möglich.

Dosis : Die letale Dosis variiert erheblich je nach Expositionsdauer und Form der Pflanze (frisch oder getrocknet). Die Vergiftung ist oft chronisch.

  • Gewichtsverlust trotz anfänglich gutem Appetit.
  • Schwankender Gang, Ataxie (Gleichgewichtsverlust).
  • Gekrümmter Rücken und gespreizte Gliedmaßen.
  • Muskelzittern.
  • Krämpfe und Unfähigkeit, im Endstadium aufzustehen.

Wer betroffen ist

Andere Tierarten : Giftig für Rinder (Hämaturie, Krebserkrankungen) und Schafe.

Bei tragenden Stuten : kann die Plazentaschranke passieren.

PferdEselPonyRindSchafZiegeSchweinHundKatze
Adlerfarn : Pferdepflege und -management mit Equio-App dokumentiert. Documentation équine avec Equio, l'application d'aide à la décision pour les chevaux.

Sie loswerden

Methode : Wiederholtes und tiefes Mähen, um das Rhizom zu erschöpfen. Junge Triebe vor der Fruchtbildung ausreißen. Bei Bedarf selektive Herbizide einsetzen, unter Einhaltung der Wartezeiten vor dem Weidegang.

  • Das Weiden in Bereichen, die mit Adlerfarn befallen sind, vermeiden.
  • Weiden so managen, dass Grasmangelperioden vermieden werden.
  • Niemals Adlerfarn ins Heu geben.
  • Pferde bei Trockenheit aufmerksam überwachen.

Häufig gestellte Fragen

Kann Equio Adlerfarn anhand eines Fotos identifizieren?

Es kann helfen, visuelle Hinweise zu ordnen, aber die Identifizierung einer Pflanze sollte mit Vorsicht erfolgen, wenn die Gesundheit des Pferdes auf dem Spiel steht.

Ist Adlerfarn im Heu gefährlich?

Dieses Merkblatt weist auf Vorsicht beim Heu hin. Isolieren Sie verdächtiges Futter und holen Sie professionellen Rat ein, falls eine Exposition möglich ist.

Tierärztliche Priorität

Diese Seite dient der Information. Bei wahrscheinlicher Aufnahme, auftretenden Anzeichen oder wenn das Pferd empfindlich ist, kontaktieren Sie sofort einen Tierarzt.

Verwandte Seiten

Kontaktieren Sie Ihren Tierarzt Die Equio-App