Wasserdost
Eupatorium cannabinum
Pferd
Mäßig
Jede vermutete Aufnahme ist ein tierärztlicher Notfall. Chronische Vergiftung: wiederholtes Fressen oder stark kontaminiertes Heu über mehrere Wochen.
Equio informiert, stellt keine Diagnose. Rufen Sie im Zweifel Ihren Tierarzt.
Was jetzt zu tun ist
- Gegenmittel
- Kein spezifisches Gegenmittel. Intensive unterstützende Behandlung, die auf die Leberfunktion abzielt.
- Zeit bis zu Anzeichen
- Mehrere Wochen bis mehrere Monate (chronisch)
- Prognose
- Ungünstig, wenn Leberanzeichen (Gelbsucht, neurologische Störungen) bereits sichtbar sind, da die Zerstörung der Leber irreversibel ist.
- Sofortiges Entfernen des verdächtigen Futters.
- Notfall-Leberprofil.
- Leberunterstützung (Vitamine, Hepatoprotektiva).
Ihr Steckbrief
- Höhe
- 1 – 1.5 m
- Blütezeit
- Juli bis September
- Giftige Teile
- Die gesamte Pflanze (Blüten, Blätter, Stängel). Im Heu vollständig giftig.
- Giftstoff
- Pyrrolizidinalkaloide (Eupatorin, Tremeton)
- Standort
- Flussufer, feuchte Gräben, Waldlichtungen, Sümpfe, Waldränder.
- Bodenzeiger
- Frische, torfige, sehr feuchte Böden, oft an schattigen Waldrändern.
- Regionen
- Ganz Europa
- Im Heu
- Ja — bleibt getrocknet giftig
- Schmackhaftigkeit
- Gering (sehr bitterer Geschmack), wird aber auf Lichtungen gefressen, wenn Gras fehlt, oder unselektiert im Heu aufgenommen.
Wann das Risiko steigt
Ganzjährig im Heu, Juli bis September frisch.
Auf der Weide erkennen
Hanf (wegen der Blätter, aber die Hanfblüte ist kein rosa Pompon), Baldrian (ungiftig). — geruch : leicht aromatischer geruch, aber beim zerreiben wenig ausgeprägt.
- Große, aufrechte Pflanze (1 bis 1,5 m).
- Stängel oft behaart und rötlich.
- Gegenständige Blätter, tief eingeschnitten in 3 oder 5 lange, gezähnte Fiederblättchen.
- Blütenstände in großen, flaumigen Doldenrispen, schmutzigrosa bis violettlich.
Worauf Sie achten
Hauptsächlich chronische und kumulative Toxizität.
Dosis : Chronische Aufnahme kleiner Mengen über mehrere Wochen. Schwer genau zu quantifizieren, aber kontaminiertes Heu ist das Hauptrisiko.
- Chronische und spät auftretende Symptome (manchmal Monate nach der Aufnahme)
- Starke Abmagerung (Muskelschwund)
- Gelbfärbung der Augenschleimhäute (Ikterus)
- Photosensibilisierung der hellen Haut
- Verhaltensstörungen (Pferd drückt gegen Wände, Enzephalopathie)
Wer betroffen ist
Andere Tierarten : Giftig für alle Pflanzenfresser. Wiederkäuer sind etwas widerstandsfähiger, aber langfristig betroffen.
Bei tragenden Stuten : abort und Leberfehlbildungen des Fötus (die Alkaloide passieren die Plazenta).
Sie loswerden
Methode : Die gesamte Pflanze vor der Blüte ausreißen, dabei Handschuhe tragen, um den Kontakt mit den Alkaloiden zu vermeiden. Die ausgerissene Pflanze durch Verbrennen oder tiefes Vergraben vernichten, um ihre Verbreitung zu verhindern.
- Weiden und Mähflächen inspizieren, um die Pflanze zu identifizieren und zu entfernen.
- ��Vermeiden Sie es, Pferde in Gebieten zu mähen oder weiden zu lassen, die bekanntermaßen Wasserdost beherbergen, besonders wenn die Pflanze blüht.
- Eine abwechslungsreiche und qualitativ hochwertige Fütterung sicherstellen, um das Risiko zu verringern, dass Pferde bei Grasmangel unerwünschte Pflanzen fressen.
- Wenn die Pflanze vorhanden ist, sicherstellen, dass das Heu frei von Kontamination ist.
Häufig gestellte Fragen
Kann Equio Wasserdost anhand eines Fotos identifizieren?
Es kann helfen, visuelle Hinweise zu ordnen, aber die Identifizierung einer Pflanze sollte mit Vorsicht erfolgen, wenn die Gesundheit des Pferdes auf dem Spiel steht.
Ist Wasserdost im Heu gefährlich?
Dieses Merkblatt weist auf Vorsicht beim Heu hin. Isolieren Sie verdächtiges Futter und holen Sie professionellen Rat ein, falls eine Exposition möglich ist.
Diese Seite dient der Information. Bei wahrscheinlicher Aufnahme, auftretenden Anzeichen oder wenn das Pferd empfindlich ist, kontaktieren Sie sofort einen Tierarzt.
