Wermut

Artemisia absinthium

Pferd

Mäßig

Jede vermutete Aufnahme ist ein tierärztlicher Notfall. Etwa 500 Gramm bis 1 Kilo, innerhalb kurzer Zeit aufgenommen.

Sofort anrufenVorgehen
Jagiftig im Heu

Equio informiert, stellt keine Diagnose. Rufen Sie im Zweifel Ihren Tierarzt.

Was jetzt zu tun ist

Gegenmittel
Kein spezifisches Antidot. Symptomatische und unterstützende Behandlung durch den Tierarzt.
Zeit bis zu Anzeichen
Wenige Stunden bis 24 Stunden
Prognose
Gut für das Leben des Pferdes (tödliche Dosen werden selten durch Weidegang erreicht), aber dramatisch für die Trächtigkeit.
  1. Tier aus dem kontaminierten Bereich entfernen.
  2. Tier ruhigstellen.
  3. Engmaschige tierärztliche Überwachung.
  4. Tierarzt kontaktieren bei neurologischen Symptomen oder Verdacht auf Abort.

Ihr Steckbrief

Höhe
30 cm – 1.2 m
Blütezeit
Juli bis September
Giftige Teile
Die ganze Pflanze, besonders die Blätter und blühenden Spitzen.
Giftstoff
Ketone (Thujon) und Bitterstoffe (Absinthin)
Standort
Böschungen, trockene Brachflächen, Wegränder, steinige Standorte, kalkhaltige und unkultivierte Böden.
Bodenzeiger
Kalkhaltige, trockene, sonnige und nährstoffarme Böden.
Regionen
Europa, Asien, Nordafrika, Amerika (eingeführt)
Im Heu
Ja — bleibt getrocknet giftig
Schmackhaftigkeit
Extrem bitter, wird sie normalerweise auf der Weide gemieden. Das Risiko ist größer in sehr trockenem Heu, das die Bitterkeit etwas maskiert.

Wann das Risiko steigt

JFMAMJJASOND

Juli bis September (Blütezeit) und im Heu.

Auf der Weide erkennen

Nicht verwechseln mit

Gemeiner Beifuß (Artemisia vulgaris, ebenfalls giftig, aber Blätter oberseits dunkelgrün und unterseits weiß), Rainfarn. — geruch : starker, aromatischer und herber geruch, besonders ausgeprägt, wenn die pflanze zerrieben wird.

  • Buschige Pflanze, die bis zu 1 Meter hoch wird.
  • Stark gefiedertes, graugrün/silbriges Laub, bedeckt mit einem feinen, seidigen Flaum.
  • Kleine gelbe Blüten in Köpfchen, die kleinen runden Knöpfen ähneln.
  • Sehr starker und charakteristischer aromatischer Geruch.

Worauf Sie achten

Akute und chronische Toxizität (durch wiederholte Aufnahme kleiner Mengen).

Dosis : Schwer durch Weidegang genau festzustellen, aber eine signifikante Aufnahme (mehrere hundert Gramm) kann gefährlich sein, besonders für trächtige Stuten.

  • Nervöse Störungen (Erregung, Tics, Muskelkrämpfe)
  • Krämpfe (Absinth-Epilepsie) bei hoher Dosis
  • Leichte Koliken
  • Spontanabort
  • Starker Geruch im Atem

Wer betroffen ist

Andere Tierarten : Neurotoxisch für den Menschen (historisches Absinthismus-Syndrom), abortiv für Schafe und Rinder.

Bei tragenden Stuten : stark abortiv (verursacht starke Gebärmutterkontraktionen).

PferdEselPonySchafKuhMensch
Wermut : Pferdepflege und -management mit Equio-App dokumentiert. Documentation équine avec Equio, l'application d'aide à la décision pour les chevaux.

Sie loswerden

Methode : Die Pflanze vor der Blüte mit Handschuhen entfernen. Vermeiden, dass sie Samen bildet. Die Entsorgung durch Verbrennen kann für die Abfälle in Betracht gezogen werden.

  • Weiden inspizieren und die Pflanze bei Vorkommen entfernen.
  • Vermeiden Sie das Mähen und Verfüttern von Heu aus Gebieten, in denen Wermut reichlich vorkommt.
  • Seien Sie besonders vorsichtig bei trächtigen Stuten.

Häufig gestellte Fragen

Kann Equio Wermut anhand eines Fotos identifizieren?

Es kann helfen, visuelle Hinweise zu ordnen, aber die Identifizierung einer Pflanze sollte mit Vorsicht erfolgen, wenn die Gesundheit des Pferdes auf dem Spiel steht.

Ist Wermut im Heu gefährlich?

Dieses Merkblatt weist auf Vorsicht beim Heu hin. Isolieren Sie verdächtiges Futter und holen Sie professionellen Rat ein, falls eine Exposition möglich ist.

Tierärztliche Priorität

Diese Seite dient der Information. Bei wahrscheinlicher Aufnahme, auftretenden Anzeichen oder wenn das Pferd empfindlich ist, kontaktieren Sie sofort einen Tierarzt.

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